Leberzirrhose

aus: Medizin-Lexikon.de

auch: Leberverhärtung;

eine Krankheit, die man früher hauptsächlich bei Alkoholikern fand, die aber mit der Ausbreitung der epidemischen Hepatitis (Leberentzündung) immer häufiger wird. Heilt eine Hepatitis nicht aus, bleibt eine chronische Entzündung zurück, die zwar vom Betroffenen unbemerkt bleibt, unter deren Einwirkung jedoch immer mehr Leberzellen absterben und durch Wucherungen von Narbengewebe ersetzt werden. Dadurch wird die Oberfläche der Leber höckerig, verhärtet und nach anfänglicher Schwellung kommt es zur fortschreitenden Leberatrophie. Der Vorgang wird durch alle Arten von Giften (Alkohol, Nikotin, Arzneimittel, Abgase usw.) beschleunigt.

Die ersten Anzeichen sind Verdauungsbeschwerden, Blähungen, Appetitlosigkeit und Mattigkeit. Später schwellen durch die Behinderung des Blutflusses in der Leber die oberflächlichen Venen der Bauchhaut (Medusenhaupt) und in der Speiseröhre an, und schließlich sammelt sich Wasser im Bauchraum (Bauchwassersucht). Nach langem Verlauf erfolgt der Tod im Leberkoma.