Mediastinum

aus: Medizin-Lexikon.de

der Mittelfellraum, der zwischen den beiden Lungenhöhlen im Brustkorb liegt und die Brustorgane enthält. Er reicht von der oberen Brustkorböffnung bis zum Zwerchfell, wird vorne vom Brustbein und hinten von der Brustwirbelsäule begrenzt. Aus dem Mediastinum führen die beiden Lungenstiele nach rechts und links zu den beiden Lungen. Entsprechend einer durch die Lungenstiele gelegten Ebene wird das Mediastinum in ein vorderes und ein hinteres Mediastinum unterteilt. Im unteren vorderen Mediastinum liegt als mächtigstes Gebilde der Herzbeutel mit dem Herz; im oberen vorderen Mediastinum liegen die größten Blutgefäße und der Thymus. Die wichtigsten, durch das hintere Mediastinum laufenden Gebilde sind die Speiseröhre, die absteigende Körperschlagader und der Milchbrustgang. Als wichtige Nerven sind der Phrenikus, der Vagus (10. Hirnnerv) und der Grenzstrang des Sympathikus zu nennen. Alle genannten Gebilde sind von lockerem Bindegewebe umgeben. Dieser mediastinale Bindegewebskörper geht nach oben in das Bindegewebe des Halses und damit indirekt in das des Kopfes über. Daher kann sich ein Eiterprozess – z.B. von einem Zahn ausgehend – bis ins Mediastinum senken.