Ribonukleinsäure

aus: Medizin-Lexikon.de

Abk.: RNS (englisch: RNA);

Gruppe von chemischen Stoffen, die ähnlich wie Eiweiß aus sehr langen Molekülen bestehen, die ihrerseits aus kettenartig verknüpften kleineren Molekülen, und zwar aus Purinen, Pyrimidinen, Phosphorsäure und dem Zucker Ribose zusammengesetzt sind. Die schraubenförmig gewundenen Kettenmoleküle, deren Struktur seit 1964 sehr genau bekannt ist, wirken als Modell ("Matrize") für die Proteinsynthese in den Mitochondrien sowie in manchen Virusarten. Je drei Nukleotide in der Kette enthalten die Information für den Einbau einer Aminosäure in ein Eiweißmolekül. Die Ribonukleinsäure wird ihrerseits wieder durch das teilweise Kopieren einer Desoxyribonukleinsäure geformt.