Samenbläschen

aus: Medizin-Lexikon.de

(Vesiculosa seminalis)

auch: Bläschendrüsen, Samenblasen;

Die paarig angelegten Samenbläschen oder Bläschendrüsen sind beutelartige, dünnwandige Drüsen mit einer Länge von fünf bis zehn Zentimeter, die zwischen der männlichen Harnblase (Vesica urinaria) und dem Mastdarm (Rectum) liegen.

Sie münden durch einen Gang (Ductus excretorius) in die Samenleiter (Ductus deferens) und bilden dann gemeinsam mit ihm den Spritzgang (Ductus ejaculatorius).

Durch die Mündung in die Samenleiter wird ein von ihnen produziertes, leicht alkalisches (pH 7,9) und Fruktose enthaltendes, gallertartiges Sekret abgegeben. Dieses dient den Samenfäden (Spermien), mit denen es sich vermischt, als Energielieferant und schützt sie vor dem in der Scheide (Vagina) herrschenden sauren Milieu.