Synarthrosis

aus: Medizin-Lexikon.de

auch: Hafte, Fuge;

Verbindung von Knochen, ohne dass – im Unterschied zum Gelenk – dazwischen ein Spalt vorhanden wäre; vielmehr wird durch Knorpel oder durch straffes faseriges Bindegewebe eine Kontinuität hergestellt. Verbindungen durch Knorpel heißen Synchondrosen, solche durch Bindegewebe Syndesmosen. Syndesmosen können die verschiedensten Formen haben:

breite Membranen, z.B. die Zwischenknochenmembranen zwischen den Knochen des Unterarms und denen des Unterschenkels,

umschriebene Bänder,

Nähte (Naht). Die meisten Synchondrosen existieren nur während der Wachstumsperiode des Menschen, z.B. als Epiphysenfugenknorpel (Knochen). Später schwindet der Knorpel und die beiden Knochenanteile werden ein einheitliches Ganzes. Diesen Prozess bezeichnet man als Synostosierung. Dasselbe gilt für die Nähte, nur dass die Nähte oft erst im 5. Lebensjahrzehnt völlig verschwinden.