Gallenblase

    Aus Medizin-Lexikon.de

    (Vesica fellea)


    Die Gallenblase befindet sich an der rechten Unterseite des Leberlappens (Lobus hepatis) und ist an seiner Oberseite bindegewebig mit der Leber verbunden. Die Unterseite ist von Bauchfell (Peritoneum) überzogen.

    Die Gallenblase ist ein aus glatter, ringförmig angeordneter Muskulatur und lockerem Bindegewebe bestehender Beutel, dessen Form einer Birne ähnelt. In ihrer Schleimhaut befinden sich Reservefalten, die man als so genannte Schleimhautbrücken bezeichnet. Innerhalb des einschichtigen Schleimhautepithels kommen sowohl schleimbildende Becherzellen (vermehrt bei Gallensteinen) als auch resorbierende Zellen vor. Die Aufgabe der Gallenblase liegt in der Speicherung und Andickung der in der Leber (Hepar) produzierten Galle. Da das Fassungsvermögen der Gallenblase eher gering ist (ca. 100 ml), wird dem Gallensaft Wasser entzogen, so dass sich sein Volumen verringert.

    Wird die Gallenflüssigkeit benötigt, kommt es infolge von Hormoneinwirkungen zum Zusammenziehen der in der Gallenblasenwand enthaltenen Muskulatur. Die Galle gelangt über den Gallenblasengang (Ductus cysticus, siehe Gallenwege), der sich mit dem Ausführungsgang der Bauchspeicheldrüse (Pancreas) vereinigt, in den Zwölffingerdarm (Duodenum).