Leber

aus: Medizin-Lexikon.de

(Hepar)

zentrales Stoffwechselorgan; mit ca. 1,5 kg größte Drüse des menschlichen Körpers, die in verschiedene Lappen unterteilt ist. Sie liegt unter dem Zwerchfell im rechten Oberbauch. Die Leber ist Hilfsorgan der Verdauung, da die Leberzellen flüssige Galle zur Fettverdauung ausscheiden, beim Menschen in 24 Stunden 400-1 000 g. Außerdem speichert die Leber wichtige Reservestoffe, wie Kohlenhydrate als Glykogen und entgiftet das Blut von schädlichen Nebenprodukten der Verdauung und bei Vergiftungen. Leberschäden können unter anderem durch übermäßigen Alkoholgenuss oder Tuberkulose hervorgerufen werden (siehe Leberzirrhose), durch Hepatitis-Viren (siehe Leberentzündung) und Wucherungen (Leberkrebs). Schwere Entzündungen können auch eine Leberatrophie hervorrufen. Bei der Leberschwellung durch Entzündungen oder Stoffwechselstörungen staut sich die Gallenflüssigkeit (Gelbsucht).