Geschlechtsverkehr

aus: Medizin-Lexikon.de

(Coitus)

(lateinischer Ausdruck von coire, "zusammengehen")

auch: Beischlaf;

veraltet: Concubitus, Congressus, Kohabitation;

vor allem bei Tieren gebraucht: Kopulation;

Um die Fortpflanzung und damit die Vereinigung von Samen- und Eizelle (Konzeption) zu ermöglichen, muss das männliche steife Glied (Penis) in die Scheide (Vagina) der Frau eingeführt werden, bzw. Sperma in die Scheide der Frau gelangen.

Erreicht die sexuelle Erregung des Mannes ihren Höhepunkt (Orgasmus), kommt es zum Samenerguss (Ejakulation). Die Samenfäden (Spermien) gelangen durch die Scheide und den Muttermund (Ostium uteri) über den Gebärmutterhals (Cervix uteri) in die Gebärmutter (Uterus). Hier werden sie zu den Eileitern (Tuben) transportiert. In ihrem oberen Teil (Ampulla tubea) findet die Befruchtung (Fecundatio) statt.

Befindet sich keine befruchtungsfähige Eizelle im Eileiter, werden die Samenzellen von weißen Blutkörperchen vernichtet (Phagozytose). Die Bewegungs- und Lebensfähigkeit der Samenzellen beträgt ca. ein bis zwei Tage (bei normaler Körpertemperatur). Im Gegensatz dazu ist eine aus dem Eierstock kommende Eizelle nur wenige Stunden lebensfähig.