Penisvergrößerungen: Was wirkt und was erwartet werden darf

AUS: MEDIZIN-LEXIKON.DE

Penisvergrößerung

Viele Männer sind unzufrieden mit ihrem Penis (Bildquelle: Bigstockphoto.com)

Ein Großteil der Männer ist unzufrieden mit ihrem Glied. Teilweise wird dieses Thema in der Öffentlichkeit mit einer Mischung aus Mitleid und Humor behandelt, was für Betroffene sicherlich nicht zur Steigerung der Lebensqualität beiträgt. So ist Stand-up-Comedian Hazel Brugger gar der Ansicht, dass Frauen sich jeden Morgen zur Aufheiterung ein zu kleines Glied ansehen sollten. Dabei variiert der Penis so sehr wie eine Vulva. Dennoch klammern sich viele Vertreter des männlichen Geschlechts an ihr Geschlechtsorgan, wenn es darum geht, das Selbstwertgefühl zu definieren. Insofern ist guter Rat häufig teuer, wenn Männer der Ansicht sind, ihr Penis sei zu klein, zu dünn oder zu unförmig. Welche wirksamen und sicheren Möglichkeiten es gibt, zeigt der folgende Artikel.

Die wohl günstigste Methode: eine Intimrasur

Wer sich auf dem Markt für Penisverlängerungen umsieht, findet eine Vielzahl von seltsamen Ideen, mit denen sich Männer auseinandersetzen und ködern lassen. Etwa mit einer Vaseline-Spritze. Injiziert unter die Haut des Penis, soll diese das Glied voluminöser erscheinen lassen. Nicht selten steht dahinter die Hoffnung, nun „attraktiver“ auf das favorisierte Pendant zu wirken. Von dieser Methode ist natürlich dringend abzuraten, Ärzte warnen vor mitunter schwerwiegenden Folgen. Sicherer und gleichsam effektiver wäre in diesem Fall eine Intimrasur.

Nicht, um dem bevorzugten Pornostar nachzueifern, sondern viel mehr, um das männliche Geschlechtsteil von der Peniswurzel an zu präsentieren. Denn diese ist im Regelfall von einer Menge Haare, die absolut ihren Sinn haben, versteckt. Ist der „Haarwald“ erst einmal entfernt, werden bis zu zwei Zentimeter „mehr“ sichtbar. Diese Variante ist die wohl einfachste und gleichzeitig kostengünstigste Option.

Wahl eines medizinischen Produkts

Eine Alternative können zudem mechanische Geräte wie der PeniMaster sein. In Berlin hergestellt, handelt es sich bei dem urologischen Medizinprodukt um einen medizinischen Expander, mit dem der Penis über einen größeren Zeitraum hinweg sachgerecht gedehnt wird. Durch die Stimulation des Gewebes können Verkrümmungen korrigiert und eine Vergrößerung erreicht werden1.

Studien in diesem Kontext zeigen, dass durch den Einsatz eines solchen Gerätes eine Verlängerung um rund einen Zentimeter im Monat sowie eine Vergrößerung des Eichelumfangs um knapp einen Zentimeter erreicht werden kann2. Natürlich lässt sich die Größe nicht beliebig vergrößern, was aber ohnehin nicht erwünscht ist. Bevor also invasive Methoden wie eine OP in Betracht gezogen werden, gilt es Optionen wie den genannten Expander zu testen. Die hierdurch erreichten Veränderungen führen häufig bereits zu einer Verbesserung der Leidenssituation.

Häufig wird bei den mechanischen Möglichkeiten ebenfalls die Penis-Vakuumpumpe genannt. Diese ist jeden Tag für mehrere Stunden lang zu nutzen. Bei der Benutzung kommt es umgehend zu einer Erektion, da Blut aufgrund des Vakuums in den Penis befördert wird. Für die Wirksamkeit und Sicherheit dieser Methode fehlt bisher allerdings noch ein eindeutiger wissenschaftlicher Beleg3. Zwar tritt ein umgehender Effekt ein, langanhaltende Änderungen dürfen hingegen nicht erwartet werden, zumal zwar eine Erektion erzeugt wird, der Penis aber in seiner Gesamtheit nicht verlängert wird.

Diät und Pillen: Abnehmen bringt sichtbaren Effekt

Wer etwas „zu viel auf den Rippen hat“ kann zudem abnehmen, um das Glied zu verlängern. Denn aufgrund der Kilos, die in Form von Fett meist am Bauch ansetzen, erhöht sich das Gewicht auf die Haltebänder, die den Penis am Beckenboden befestigen. Mit diesem zusätzlichen Druck wird das männliche Geschlechtsorgan weiter in den Körper hineingezogen. Rund 1,5 Zentimeter können gewonnen werden, wenn die überflüssigen Pfunde verschwinden.

Von diversen Cremes, Pillen oder Salben ist generell abzuraten. Hier stehen einige im Verdacht, Blutbildveränderungen zu bewirken oder gar Leberschäden zu verursachen. Zudem ist deren Wirkung sehr „überschaubar“.

Referenzen

  1. Moncada I, Krishnappa P, Romero J, Torremade J, Fraile A, Martinez-Salamanca JI, et al. Penile traction therapy with the new device ‚Penimaster PRO‘ is effective and safe in the stable phase of Peyronie’s disease: a controlled multicentre study. BJU Int. 2019 Apr;123(4):694-702. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30365247/ (Abrufdatum: 12.08.2021)
  2. Nikoobakht M, Shahnazari A, Rezaeidanesh M, Mehrsai A, Pourmand G. Effect of penile-extender device in increasing penile size in men with shortened penis: preliminary results. J Sex Med. 2011 Nov;8(11):3188-92. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20102448/ (Abrufdatum: 12.08.2021)
  3. Aghamir MK, Hosseini R, Alizadeh F. A vacuum device for penile elongation: fact or fiction? BJU Int. 2006 Apr;97(4):777-8. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16536772/ (Abrufdatum: 12.08.2021)