Aneurysma

    Aus Medizin-Lexikon.de

    örtlich begrenzte krankhafte Erweiterung eines arteriellen Blutgefäßes (oder der Herzwand).

    Ursache für derartige Wandschwächen können Entzündungen, Verletzungen (am Herzen ein Infarkt) sein. Beim sog. echten Aneurysma (A. verum) wölben sich sämtliche Wandschichten der Schlagader vor. Es kann kindskopfgroß werden und kommt fast nur an der Brustschlagader (Brust-Aorta) vor, während z.B. an der Bauchschlagader solche Aneurysmen kaum größer als eine Faust werden. Bei anderen Aneurysmen-Formen sind z.B. nur einzelne Schichten der Gefäßwand erweitert. Bei einem Aneurysma besteht immer die Gefahr des Platzens (Ruptur), weshalb eine frühzeitige Operation erstrebenswert ist. Unerkannt bleiben oft Aneurysmen im Bereich der weichen Hirnhäute; wenn sie reißen, entsteht das akute Krankheitsbild der Ý Subarachnoidalblutung. An der Retina des Auges treten z.B. bei Zuckerkranken Mikroaneurysmen auf, die ebenfalls platzen können.