Bauch

Aus Medizin-Lexikon.de

(Abdomen)

unterer Teil des Rumpfes bei Mensch und Säugetier. Er wird nach oben vom Zwerchfell begrenzt, nach unten vom Becken, am Rücken durch die Wirbelsäule und Rückenmuskulatur, seitlich und vorne durch die Bauchdecken mit den Bauchmuskeln, die für das Rumpfbeugen und die Bauchpresse wichtig sind. Die Eingeweide sind in das Bauchfell, eine durch Serumausscheidung feucht gehaltene Haut, gebettet.

Bauchmuskulatur

Die Bauchmuskulatur bildet in einem mehrschichtigen Mantel die Bauchhöhle (Cavum abdominis). Sie entsteht durch den geraden Bauchmuskel, der durch zwei schräge und durch den queren Bauchmuskel unterstützt wird. Diese drei dünnen Muskelplatten der Bauchdecke sind Fortsetzungen der Zwischenrippenmuskeln (Intercostalmuskulatur).

Sie gehen als äußerer schräger Bauchmuskel (Musculus obliquus abdominis externus), als innerer schräger Bauchmuskel (Musculus abdominis internus) und als querer Bauchmuskel (Musculus transversus abdominis) zur Mitte hin in Sehnenplatten über.

Hier, im vorderen Bauchwandbereich, bilden sie eine Scheide (Rectusscheide), die die beiden geraden Bauchmuskeln (Musculus rectus abdominis) einschließt. Diese erstrecken sich beidseitig der Mittellinien zwischen Schambeinfuge (Symphyse) und Brustvorderwand.

Dadurch wird die Bauchmuskulatur zu einer Einheit, die dem Druck der Eingeweide standhält. Durch gleichzeitige Kontraktion der durch die Sehnenplatten (Aponeurosen) miteinander verbundenen Bauchmuskeln kann die Bauchhöhle verkleinert werden. Dieser Vorgang wird auch als Bauchpresse bezeichnet. Er hat zum Beispiel beim Stuhlgang Bedeutung.

Bauchmuskeln sind auch beteiligt an der Beugung, der Drehung und der Seitwärtsbewegung des Rumpfes. Dieses wird ermöglicht durch die Verstrebungen der Muskeln der Bauchwand einerseits und die der Sehnenplatten andererseits. Sie bilden zusammen eine Einheit, die man auch als "Schräggurtung" bezeichnet.

Zu den tiefen Bauchmuskeln zählen der große Lendenmuskel (Musculus psoas major) und der quadratische Lendenmuskel (Musculus quadratus lumborum). Sie bilden gemeinsam mit der Lendenwirbelsäule (Vertebrae lumbales) die hintere Bauchwand.

Den Abschluss des knochenfreien unteren Abschnitts des Beckens bilden zwei Muskelplatten. Sie tragen das Gewicht der Eingeweide. Die beiden Beckenmuskeln sind der Beckenbodenmuskel (Musculus levator ani) und der quere Dammmuskel (Musculus transversus perinei profundus).

Durch den Beckenbodenmuskel treten der Mastdarm (Rectum) und die Harnröhre (Urethra), bei der Frau außerdem die Scheide (Vagina). Durch den queren Dammmuskel tritt ebenfalls die Harnröhre und bei der Frau ebenfalls die Scheide. Bei der Geburt müssen sich diese Muskeln so weiten, dass der Kopf des Kindes durchtreten kann.


Medizin TV

Themen

Spezial: Diäten im Vergleich
Welche Diät ist die richtige für mich? 15 Diäten im direkten Vergleich!

Thema: Brustkrebs
Das Mammakarzinom ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen

Thema: Migräne
In Deutschland und weltweit leiden mittlerweile ca. 10% der Erwachsenen an Migräne.

Lippenentzündung
Schwellungen und Schmerzen im Mundbereich sind Anzeichen für Lippenentzündungen.

Röhrenknochen
Stützende Knochen, die den Großteil der Gliedmaßen bilden, nennt man Röhrenknochen.

LASIK-Operation
Eine spezielle Form der Augenoperation bezeichnet man als LASIK.

Erdbeerzunge
Ihre Bezeichnung verdankt die Erdbeerzunge der intensiv roten Färbung der Zungenoberfläche.