Berylliose

    Aus Medizin-Lexikon.de

    eine Berufskrankheit, die durch Beryllium oder Berylliumverbindungen entsteht. Beryllium wird bei der Legierung von Metallen, insbesondere von Leichtmetall, bei der Herstellung von Röntgenröhren und in der Atomindustrie verwendet. Akute Erkrankungen durch Berylliumdämpfe verlaufen unter dem Bild einer unspezifischen Reizung der oberen Luftwege, einer oft asthmatischen Bronchitis oder einer herdförmigen Lungenentzündung. Bei langjähriger Einwirkung von berylliumhaltigem Staub kommt es in der Lunge zu einer eigenartigen, z.T. knötchenförmigen Bindegewebsneubildung, die unter den klinischen Erscheinungen von Atemnot, Husten, Gewichtsabnahme und Schwäche zum Tod führen kann.