Gelbfieber

Aus Medizin-Lexikon.de

eine akute, endemisch oder epidemisch auftretenden, meist hochfieberhafte Infektionskrankheit, die von einem filtrierbaren Virus, das von Stechmücken übertragen wird, verursacht wird. Die Krankheit führt zu schweren Leberschädigungen (Nekrose) und hinterlässt im Überlebensfalle eine langdauernde, wahrscheinlich lebenslängliche Immunität. Gelbfieber kommt in Zentral- und Südamerika und im tropischen Afrika vor. Wichtigster Überträger ist die Mücke Acdes aegypti, die meist im tropischen Regenwald zu finden ist. Außer Menschen werden besonders in Afrika auch Affen von Gelbfieber befallen.

Nach einer Inkubationszeit von 3 bis 6 Tagen tritt meist Fieber auf, das mit einer Blutdrucksteigerung, Schüttelfrost, Kopf- und Rückenschmerzen einhergeht. Am zweiten Fiebertag fällt der Puls häufig ab. Nach 3-4 Fiebertagen sinkt die Temperatur kurz ab, um danach wieder stark anzusteigen. Zwischen dem 4. und 6. Tag treten Gelbsucht und Blutungen auf, häufig begleitet von blutig-schwarzem Erbrechen. Eine Beeinträchtigung des Bewusstseins ist selten. Bei ungünstigem Verlauf tritt in der zweiten Woche der Tod ein. Die Sterblichkeit an Gelbfieber ist hoch (etwa 90 %). Das klinische Bild beim Ausbruch einer Epidemie ist fast immer eindeutig: Charakteristische Blutbildveränderungen mit typischen Urinbefunden sowie Hypoglykämie weisen meist auf Gelbfieber hin.


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