Heterochromie

Aus Medizin-Lexikon.de

unterschiedliche Färbung der Regenbogenhaut beider Augen.

Drei Formen von Heterochromie sind zu unterscheiden:

die Heterochromie mit Entzündung des Ziliarkörpers (Auge) und Grauem Star. Die Iris zeigt auf dem erkrankten Auge einen Farbstoffmangel. Blaue Farbe wird hellblau bis blaugrau, braune wesentlich heller, eventuell braungrau. Nach längerer Zeit kommen meist Steigerungen des Augendruckes hinzu;

die Heterochromie bei Lähmung des Nervus Sympathikus mit Horner-Symptomen-Komplex und hellerer Irisfarbe der betroffenen Seite.

Die Formen a) und b) können mit einem Status dysraphicus, einer erblichen Fehlbildung, bei der sich die Wirbelkörper nicht vollständig um das Rückenmark geschlossen haben (Dysraphie), kombiniert sein;

die einfache angeborene Heterochromie als Störung der Pigmentbildung ohne begleitende krankhafte Veränderungen.


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