Kehlkopfkatarr

Aus Medizin-Lexikon.de

(lateinisch: Laryngitis) auch: Kehlkopfentzündung, Krupp;

meist Teilerscheinung einer Erkältung der oberen Luftwege, selten davon unabhängiges Krankheitsbild (bei Trockenheit und Staubeinwirkung, Überbeanspruchung der Stimme, Nikotin- und Alkoholmissbrauch).

Krankheitszeichen des akuten Kehlkopfkatarrs sind Kitzelgefühl im Hals, Räusper- und Hustenzwang, Brennen, Gefühl des Wundseins, gelegentlich auch Schmerzen besonders beim Sprechen, belegte bis heisere Stimme. Bei Kindern kann infolge der besonderen Schwellungsneigung der entzündeten Schleimhaut Atemnot mit pfeifendem Einatmen und bellendem Husten (nachts) auftreten (Pseudokrupp, falsche Bräune). Voraussetzung für die Entstehung eines Kehlkopfkatarrs ist die Veranlagung in Form einer bestimmten Reaktion der Schleimhaut.

Der chronische Kehlkopfkatarr entsteht vielfach aus dem akuten, zumal wenn äußere Schädlichkeiten dauernd einwirken (ständige thermische Reizung, Alkohol, Nikotin, stimmliche Überbeanspruchung, Staub). Auch chronische Infekte der Nase und Nasennebenhöhlen, eine chronische Mandelentzündung, Bronchitis und Herzkrankheiten können einen chronischen Kehlkopfkatarr verursachen. Krankheitszeichen sind alle Grade von Heiserkeit bis zur vollkommenen Stimmlosigkeit, wobei die Heiserkeit zu den verschiedenen Tageszeiten graduell wechselt. Außerdem besteht ein Kitzel- und Fremdkörpergefühl im Hals sowie Husten- und Räusperzwang.


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