Mumps

aus: Medizin-Lexikon.de

(englisch) auch: Parotitis epidemica, Ziegenpeter;

eine ansteckende Virusinfektion mit leichtem Fieber und entzündlicher, schmerzhafter, aber im Allgemeinen nicht gefährlicher Schwellung der Ohrspeicheldrüse. Sie kann auch auf andere Speicheldrüsen wie die Bauchspeicheldrüse übergreifen. Erkranken Männer nach der Pubertät an Mumps, entsteht häufig eine Hodenentzündung (Orchitis), die zu Zeugungsunfähigkeit führen kann. Die Krankheit kommt jedoch hauptsächlich im Kindesalter vor und beginnt mit Frösteln, Fieber, starken Gesichtsschmerzen, Anschwellung der Wange, Kau- und Schluckbeschwerden. Die Inkubationszeit beträgt 2 bis 3 Wochen, die Krankheitsdauer 1 bis 6 Wochen, bei doppelseitiger Erkrankung 15 Tage. Nicht in jedem Falle sind sichtbare Schwellungen vorhanden. Kaum definierbare leichte Verlaufsformen sind bekannt. Da es bei Mumps häufig zu einer schweren Hirnentzündung kommen kann, versucht man derzeit, sie durch konsequente Impfung aller Kinder auszurotten, wie es in einigen europäischen Ländern bereits gelungen ist. Eine durchgemachte Mumpserkrankung führt zu lebenslanger Immunität.