Tetanie

aus: Medizin-Lexikon.de

Neigung zu Muskelkrämpfen, die besonders in den Waden und Händen auftreten, aber auch den Magen, die Gallenblase und selbst den Herzmuskel einbeziehen können, so dass Erkrankungen dieser Organe vorgetäuscht werden. Beim voll ausgebildeten Krankheitsbild greifen die Krämpfe auf den gesamten Körper über, so dass der Zustand einem Anfall bei Epilepsie ähnelt. Leichte Formen äußern sich nur durch Kribbeln oder Kältegefühl (Parästhesien) in den Gliedmaßen, Kopfschmerzen und Bauchkrämpfen während der Regelblutung. Anfälle von Tetanie können bei jedem Menschen durch zu heftige Atmung ausgelöst werden (Hyperventilation). Ursache der Tetanie ist eine zu niedrige Konzentration von Kalzium oder Magnesium im Blut. Diese tritt anfallsweise aus unbekannten Gründen, bei Vitaminmangel oder durch Schädigung der Nebenschilddrüsen auf.